Zahlreiche Modelle werden in den kommenden 12 Monaten präsentiert. Klarer Trend: Die Vielfalt an Antrieben und Konzepten wächst.
Kleine Schäden konventionell in der Vertragswerkstatt zu beheben, ist aufwendig und teuer – SMART Repair spart Zeit und Geld.
Hässliche Beulen, Kratzer und kleine Löcher werden oft nicht beseitigt, weil die Kosten, die eine Markenwerkstatt dafür veranschlagt, meist in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Wertverlust des Autos stehen. Argumente wie: „Wir
müssen das ganze Teil lackieren oder tauschen, sonst wird es Pfusch“, sollen die gesalzenen Preise rechtfertigen. Doch es geht auch anders: nämlich SMART (Small & Medium Area Repair Techniques – preisgünstige Reparaturmethoden für kleine bis mittlere Schäden). Beulen werden nicht ausgespachtelt und mühselig abgeschliffen, um danach das kom
plette Karosserieteil zu lackieren. Stattdessen massieren die smarten Spengler mit ihren Spezialwerkzeugen die meisten Beulen heraus, ohne auch nur eine Verkleidung abschrauben zu müssen. Gute Vertreter ihrer Zunft erzielen in kurzer Zeit verblüffende Ergebnisse. Nach einer knappen Stunde waren beispielsweise zwei Kastanienabdrücke auf der Motorhaube und die kleine Delle am Kotflügel eines BMW nicht mehr zu sehen. Preis: 190 Euro. In der Vertragswerkstatt hätten wir das Vierfache bezahlt! Außerdem lässt sich bei dieser Methode das Nachlackieren vermeiden. Doch auch Smart Repair kann keine Wunder vollbringen. Insbesondere bei der Felgenreparatur hat der Sicherheitsaspekt wegen der hohen mechanischen Beanspruchung der Räder absoluten Vorrang. Bei größeren Schäden empfiehlt sich daher zusätzlich zur Wuchtprüfung eine Röntgenuntersuchung auf Haarrisse.
Der Suche nach einem Betrieb in der Nähe – übers Internet oder im Branchenbuch – sollte ein Qualitätsvergleich vor Ort folgen. Wirklich smarte Reparateure werden Ihnen ihre Leistungen voller Stolz präsentieren.
Löcher stopfen
Eine überflüssig gewordene Telefonhalterung hinterlässt meist unschöne Spuren. Ein neues Armaturenbrett ist nicht unter 300 Euro zu bekommen – ohne Einbau! Die Schraubenlöcher werden mit elastischen Gummimischungen gestopft. Danach passt der Profi die Maserung an die umliegende Oberfläche an und lackiert abschließend den betroffenen Bereich. Preise: ab 50 Euro. Achtung: Dick aufgeschäumte Materialien eignen sich kaum für diese Technik.
Polsterschäden flicken
Beim Kaschieren von Brandlöchern ist eine ruhige Hand erforderlich. Das Auffüllen der beschädigten Stelle mit gefärbten Kunstfasern funktioniert nur mit der Pinzette. Trotz der Verwendung leistungsstarker Klebstoffe halten derartige Reparaturen auf regelmäßig beanspruchten Stellen – wie im Bereich der Beinauflage – nicht ewig. Preis: um 90 Euro.
Kleinere Risse und Löcher in der Lederausstattung lassen sich ebenfalls beseitigen.
Felgen runderneuern
Schon beim langsamen Rangieren führt der Kontakt mit Bordsteinkanten zu angeknabberten Felgenrändern. Kleine Kratzer behandelt der Felgendoktor mit einnem speziellen Aluminiumspachtel. Großflächige Schäden bis zu einem Millimeter Tiefe lassen sich im Einzelfall auch abschleifen. Für Schutz und Glanz gibt’s neuen Lack. Preise: ab 60 Euro.
Kunststoff reparieren
Beschädigte Stoßfänger aus Kunststoff finden wieder zu alter Form: Löcher und Risse lassen sich durch flexible Plastikgitter abdecken und dann verspachteln. Dellen werden nach Erwärmung manuell wieder herausgedrückt. Allerdings kann nicht jeder Kunststoff so bearbeitet werden. Die Arbeiten sind relativ aufwendig und daher erst ab 100 Euro zu haben.
Minimal lackieren
Bei einem ausgewachsenen Parkrempler ist der Lack oft komplett durchgescheuert – eine Politur hilft da nicht mehr. Gespachtelt und geschliffen wird nur eine minimale Fläche. Das spart Zeit, außerdem kann die Lackierung mit einer handlichen Airbrush-Pistole vorgenommen werden. Die Preise für die sogenannten Spot-Lackierungen liegen zwischen 100 und 200 Euro.
Scheibe schützen
Steinschlagschäden in der Windschutzscheibe dürfen nur behoben werden, wenn sie sich nicht im direkten Sichtfeld des Fahrers befinden. Das rausgebrochene Glas wird durch Kunstharz ersetzt, das mit Hilfe einer UV-Lampe klar aushärtet. Für Versicherungsnehmer mit Teilkaskoschutz ist die Reparatur komplett kostenlos. Sonst sind rund 80 Euro zu berappen.
Quelle: AutoStraßenverkehr (Jan Schmidt/Andreas Leue)
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