Zahlreiche Modelle werden in den kommenden 12 Monaten präsentiert. Klarer Trend: Die Vielfalt an Antrieben und Konzepten wächst.
Moderne Klebefolien machen das Auto nicht nur schöner, sie schützen auch den Lack und blocken die UV-Strahlung.
Ob komplette Karosserie, Scheiben oder auch nur ein paar Einzelteile foliert werden – die Effekte sind verblüffend. Die Strukturen von Karbonfasern und geschliffenem Aluminium werden ebenso nachempfunden wie matte oder glänzende Lackoberflächen. Selbst das geschulte Auge erkennt den Unterschied zum Original meistens erst auf den zweiten Blick. Dafür fällt der Vergleich zwischen den Kosten um so deutlicher aus. Gerade die sportliche Optik echter Karbonteile lässt sich durch das Folieren erheblich preiswerter erreichen.
Das Bekleben ganzer Karossen – so wie bei Taxis – findet auch immer mehr private Anhänger. Neben dem werterhaltenden Schutz der Lackoberfläche geht es vor allem um den Ausdruck des eigenen Geschmacks. Unter der Folie bleibt der Originallack bestens erhalten, während die zweite Haut den Trends hinterherjagen darf. Die hält – je nach Abnutzung und Pflege – zwischen zwei und zehn Jahren. Wichtig: Die Aktualisierung der Fahrzeugfarbe in den Papieren erfolgt auf der Zulassungsstelle. Und sollten die neuen Kleider – egal ob einfarbig, mehrfarbig oder fotorealistisch durch Digitaldruck – früher als erwartet aus der Mode kommen: Sie lassen sich jederzeit rückstandslos entfernen.
Zu den Scheiben: Hier schützen Folien aus durchgefärbtem Polyester zu 99 Prozent vor UVStrahlung. Eingearbeitete Metallschichten absorbieren Infrarotstrahlen und sorgen so dafür, dass sich der Innenraum nicht so stark aufheizt. Doch hohe Wärmerückweisung bedeutet geringe Lichtdurchlässigkeit und damit schlechte Sicht nach draußen. Dennoch schreibt der Gesetzgeber keine Mindestlichtdurchlässigkeit für die Heck und hinteren Seitenscheiben vor, solange das Fahrzeug über zwei Außenspiegel verfügt. Jedoch ist eine allgemeine Bauartgenehmigung (ABG) vorgeschrieben, die
die Polizei jederzeit kontrollieren kann. An jedem beschichteten Fenster muss die ABG-Nummer der Folie lesbar sein. Die Montage an der Frontscheibe, mit Ausnahme von Sonnenblendstreifen, ist bei uns generell verboten. Die vorderen Seitenscheiben müssen eine Lichtdurchlässigkeit von mindestens 70 Prozent aufweisen, damit eine nachträgliche Eintragung erfolgen kann. Aufgrund der ohnehin meist getönten Serienscheiben eignen sich hier transparente Sicherheitsfolien, damit beklebte Scheiben können es hinsichtlich Splitter und Einbruchschutz mit Verbundglas aufnehmen. Apropos: Folien und Montageprofis findet man über Foliatec, Trimline(3M), Helix, Llumar, folioCar.
Automobile Anwendungen der Folientechnik
Die Teilbeklebung der Karosserie reicht von kleinen Motiven, einfachen Designstreifen über Außenspiegel (ab 170 Euro) bis zu Spoilern, Motorhauben und Dächern (ab 250 Euro). So werden starke Farbkontraste erreicht.
Für den Innenraum gibt es Designfolien im Farb-, Alu-, Karbon-, Leder und sogar im Stein-Look. Hier kann auch mal der Hobby-Folierer ran: Preis eines Bogens (50 x 50 Zentimeter) mit Flip-Flop-Effekt um 10 Euro.
Scheibentönungen überzeugen durch Wärmerückweisung und fast vollständigem Schutz vor UV-Strahlung. Das Bekleben beim Profi kostet inklusive der Folie für Kleinwagen rund 200 und bei Vans bis 450 Euro.
Sicherheitsfolien geben normalen Scheiben eine ähnliche Stabilität wie Verbundglas und schützen die Passagiere vor Glassplittern. Selbst Attacken mit massiven Einschlägen werden so abgewehrt. 230 bis 500 Euro.
Transparente folie als Schutzmantel für die besonders stark beanspruchten Karosserieteile Stoßfänger, Motorhaube, Türgriffmulden, Seitenschweller, Türkanten und im Bereich der Ladekante. Ein Bogen kostet um 20 Euro.
Werbung mit Folien hat sich auf breiter Front durchgesetzt, weil die Beklebung vor dem Wiederverkauf des Fahrzeugs einfach entfernt werden kann und dadurch den Wert nicht mindert. Selbst grelle Farben sind so möglich.
Quelle: AutoStraßenverkehr (Jan Schmidt/Andreas Leue)
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