Bild des Tages
Die besten Fotos im März 2010
Das Bild des Tages - täglich aktualisiert: In einer großen Foto-Show präsentieren wir Ihnen die kuriosesten und spektakulärsten Schnappschüsse aus der mobilen Welt.. mehr...
Update ++ mehr Fotos ++ Er ist die stärkste und eleganteste Limousine der Welt - aber der Bugatti 16 C Galibier bleibt weiter im Stadium einer Studie. Bugatti hat neue Bilder von der 1.001-PS-Limousine veröffentlicht.
Beim Autokauf werden gern Anschlussgarantien verkauft, die Schutz bis zu sieben Jahren versprechen. Vorsicht: Selten sind sie so umfangreich wie die Werksgarantie.
Mit dem Schutzbedürfnis der Deutschen lässt sich viel Geld verdienen. Das haben nicht nur die Versicherungen erkannt. Auch die Autohersteller profitieren von dieser Erkenntnis – gerade wenn es um die Garantie geht. Um Kunden zu binden, erweitern einige Marken kostenlos ihre Garantieversprechen. So hat Kia bei den Modellen Cee’d und Sportage die Schutzzusage auf sieben Jahre erhöht, bei Chrysler und opel gibt es für einige Modelle immerhin sechs Jahre. Diese Angebote hören sich verlockend an. Doch häufig sind die Zusagen an Rabattaktionen gekoppelt, die nur eine
gewisse Zeit laufen. Darüber hinaus darf man eine volle Absicherung nicht während der gesamten Vertragszeit erwarten. Nur innerhalb der zwei bis drei Jahre dauernden Neuwagengarantie werden alle Mängel komplett behoben, danach wird die Mängelbeseitigung oft nur noch anteilig übernommen. Wie hoch die Zuzahlungen ausfallen, hängt von Fahrzeugalter und Laufleistung ab.
Bei opel zum Beispiel liegt die Grenze für die volle Kostenübernahme beim Material bei 50000 Kilometern. Die Lohnkosten dagegen sind von der Police voll gedeckt. Ähnlich sieht das Prozedere auch bei anderen Herstellern aus, die Anschlussgarantien anbieten. Allerdings oft mit leichten Abweichungen: So bieten die Policen von Ford, VW oder Mercedes eine komplette Kostenübernahme bis zu 100 000 Kilometer.
Für solch eine lange Schutzzusage müssen die Kunden aber bisweilen viel bezahlen. Ford zum Beispiel verlangt beim Focus für den „Protect Garantie-Schutzbrief plus“ über zwei Jahre fast 900 Euro – inklusive der Mobilitätsgarantie.
Bei solchen Preisen kann ein Blick zu freien Anbietern am Markt lohnen. Viele Versicherungen bieten mittlerweile auch Anschlussgarantien kostengünstig an. Die Rekoga etwa offeriert Policen in Zusammenarbeit mit der Europa-Versicherung schon ab 79 Euro. Bevor Kunden allerdings zu diesen Schnäppchen greifen, sind die Bedingungen genau zu studieren. Denn die Leistungen variieren – was schon damit beginnen kann, dass in manchen Verträgen nicht nur die Material-, sondern auch die Lohnkosten vom Kunden anteilig zu tragen sind. Zudem sind die Verträge oft nur auf bestimmte Fahrzeugteile beschränkt, so dass sich zu vergleichen lohnt, wofür kein Schutz besteht. Auch tuning oder mangelnde Wartung können zu Ärger führen. oben drein spielt die Fahrzeuggröße eine Rolle: Manche Unternehmen versichern keine Autos mit Sechszylinder-Motoren oder mehr als 150 kW (204 PS) Leistung, und auch SUV bekommen gelegentlich keine Police.
Und noch etwas: Wer sich für eine Anschlussgarantie interessiert, sollte sich auf jeden Fall Zeit für Vergleiche nehmen und nicht drängen lassen. In der Regel sind die Verträge auch noch Monate nach dem Neuwagenkauf abschließbar. So laufen die Kunden nicht Gefahr, dass sie ein Produkt kaufen, das einen bei der Behebung eines Fahrzeugmangels im Stich lässt.
Auf jeden Fall bietet eine mit guten Leistungen versehene Garantie rechtlich mehr Schutz als die gesetzliche Sachmangelhaftung. Hier genießen die Kunden nur in den ersten sechs Monaten einen guten Schutz. Innerhalb dieser Zeit gilt die so genannte Beweislastumkehr. Das heißt: Der Händler muss nachweisen, dass der Mangel nicht schon beim Kauf vorlag, was ihm in der Regel schwerfällt. Danach liegt die Beweislast beim Kunden, und Schwierigkeiten sind oft vorprogrammiert. Denn dann geht es meist um die Frage, ob der Fehler am Auto ein Sachmangel oder eine so genannte natürliche Verschleißerscheinung ist, die dem Alter und der Laufleistung des Fahrzeugs entspricht. Häufig müssen die Gerichte in Deutschland die Antwort liefern, und das sind in der Regel Fallentscheidungen.
Bisher gibt es keine offizielle und verbindliche Übersicht, die Fahrzeugteile in die Gruppe Verschleiß oder Mangel einsortiert. Zu viele Faktoren spielen für die Juristen eine Rolle. Eine Garantie kann hier für Klarheit sorgen – aber auch nur jene Verträge mit guten Leistungen.
Quelle: AutoStraßenverkehr (Henning Busse)
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