Zahlreiche Modelle werden in den kommenden 12 Monaten präsentiert. Klarer Trend: Die Vielfalt an Antrieben und Konzepten wächst.
Feuchte Reinigungstücher sind leicht zu verstauen und beseitigen kleine bis mittlere Verschmutzungen sehr ordentlich – ganz ohne Eimer, Wasser & Co.
Lange Trockenperioden mit viel Sonnenschein bringen nicht nur die Landwirte zum Stöhnen, sondern machen auch dem Auto zu schaffen. Lackschäden durch eingebrannte Harz-, Teer- oder sonstige Rückstände sind keine Seltenheit. Ähnliches gilt für den aggressiven Bremsstaub, wenn selbst die gelegentliche Regenspülung ausfällt.
Das Problem: Hinterlässt der Wagen insgesamt trotzdem noch einen recht sauberen Eindruck, fährt kaum jemand deshalb gleich durch die Waschanlage. Das kann sich jedoch mit bleibenden Spuren am Lack oder Aluminium rächen. Der Ausweg: Die kleine Fahrzeugpflege am Straßenrand. Dazu haben wir acht unterschiedliche Reinigungs- und Pflegetücher des amerikanischen Herstellers ArmorAll getestet.
Soviel vorweg: Fast alle Tücher überzeugen mit mehr oder weniger stark schäumender Reinigungsleistung und relativ einfacher Handhabung. Deckel oder Beutel öffnen, Tuch entnehmen – und schon geht’s los. Egal, ob Lack, Scheinwerfer, Rückleuchten, Räder, Sitzpolster, Teppich, Plastikteile innen oder außen – kaum eine Ablagerung kann der Putzkraft der getränkten Lappen widerstehen.
Die Ergebnisse brauchen sich gegenüber der klassischen Methode mit Wasser, Eimer, Pflege- und Reinigungsmitteln nicht zu verstecken. Größter Vorteil: Die handlichen Packungen der Tücher finden im Innenraum locker Platz und sind so immer in Reichweite. Der frisch eingetrocknete Kaffeefleck auf dem Beifahrersitz verschwindet mit dem Polsterreiniger sogar während einer Ampelphase! Der alte und tiefe Abdruck der schmutzigen Getränkekiste im Kofferraumteppich kann dagegen nur entschärft werden und bleibt sichtbar. Hier offenbaren sich denn auch die Grenzen der Tuchtechnik – intensive Schaumreiniger aus der Dose sind wirksamer.
Für die Lackbehandlung gilt: Lieber ein Tuch mehr benutzen als mit dem bereits gelösten Schmutz Kratzer in die Oberfläche zu reiben. Vor allem größere Flächen müssen sehr gleichmäßig bearbeitet werden, damit keine hässlichen Putzstreifen zurückbleiben.
Fazit: Bis auf die Polster- und Lederreinigungstücher eignen sich die übrigen Reinemacher gut für die schnelle Katzenwäsche zwischendurch. Selbst hartnäckiger Vogelkot, klebriger Harz oder eingetrocknete Insekten lassen sich jederzeit fix und gründlich entfernen. So lässt sich manche Komplettwäsche vermeiden, was nicht nur Geld, sondern auch Wasser spart.
Lack-Pflege
Leichte Verschmutzungen wie Blütenstaub beseitigt ein Wisch mit dem Wax & Glanz-Tuch. Harz, Teer, Vogelkot und andere hartnäckige Rückstände sollte man zuvor mit dem Intensiv-Reiniger lösen. Fürs Finish: mit Wax & Glanz nachbehandeln.
Leisten-Pflege
kunststoffoberfächen erhalten nach der Behandlung mit den Kunststoffpfegetüchern wieder einen tiefen Glanz. Dafür gibt es zwei Sorten: hoch glänzendes oder mattes Finish. So behandelte Teile wirken fast wie neu – sogar Kratzer werden kaschiert.
Bug-Pflege
Überreste von Insekten sind Fälle für die Bike- und Intensiv-Pfegetücher. Mit ihrer hohen Reinigungskraft lösen diese Tücher auch dicht belegte fliegenfriedhöfe auf. Manchmal muss man auch mal etwas kräftiger rubbeln.
Rad-Pflege
Mit den Orangen-Reinigungstüchern lässt sich selbst Bremsstaub leicht entfernen. So schimmern Räder und Speichen nach nur wenigen Minuten seidenmatt.für Hochglanz ist noch ein Arbeitsgang mit den Wax & Glanz-Tüchern notwendig.
Hand-Pflege
Die Intensiv-Reinigungstücher sind vielseitige Helfer beim Reinemachen. Sie eignen sich für das Putzen von Scheinwerfern und Rückleuchten sowie zum Reinigen der Hände. Sensible Naturen brauchen danach einem Klecks Handcreme.
Cockpit-Pflege
Armaturenbrett, Mittelkonsole, Verkleidungen und sonstige Plastikabdeckungen erstrahlen nach der Behandlung mit den Kunststoff-Pfegetüchern (matt) in einer Optik, die stark an Neuwagen erinnert. Sie helfen auch gegen ausbleichen durch UV-Strahlung.
Sitz-Pflege
Getränkte Lappen eignen sich bedingt zum Aufmöbeln für Lederpolster. einer guten Reinigungsleistung steht ein grau-weißer Schleier gegenüber, der sich nach dem Trocknen bildet. auch die Stoffpolsterpfege besitzt leider nur wenig Tiefenwirkung.
Quelle: AutoStraßenverkehr (Jan Schmidt/Andreas Leue)
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